November28
Am Freitag ging es endlich los. Auf den letzten Drücker, weil Roman sich verspätete, haben wir unseren Flieger in Hamburg erreicht. Zusammensitzen war erstmal auch nicht, da ich Business fliegen durfte und Roman witzigerweise nur Economy.
Ich habs genossen, hehehe! Pralinen!!!! Jedenfalls kamen wir nach einem kurzen Flug in Frankfurt an und wollten uns erstmal in die Business Lounge setzen, um ein wenig was zu essen. Das ist einer der Vorteile am Business Fliegen. Gefunden haben wir die Lounge aber erst nach einer halben Stunde, weil die so gut versteckt war, dass wir 3x dran vorbei gelaufen waren. Unser Flieger nach Namibia hatte eine halbe Stunde verspätung, also passte es. Nach einer kleinen Stärkung, wurde unser Flug ausgerufen und wir machten uns auf den Weg zum Gate. Dort stellten wir fest, dass wir die letzten Gäste waren und alle nur auf uns warteten. Ups!!
Jedenfalls durften wir uns endlich in die großen Business-Sitze lümmeln und los gings. Nach einem 9 stündigen, etwas holprigen Flug, sind wir in Windhoek angekommen. K.O., denn trotz großzügiger Sitze, kann man trotzdem nicht wirklich schlafen. Am Flughafen erwarten uns der Namibische, sehr gemütliche, Zoll und lauter ‘helle’ Menschen.
Namibia war mal eine zeitlang eine deutsche Kolonie und daher sieht man viele Weiße und deutsche Namen/Wörter. Nach der sehr langsamen Zollkontrolle, nahmen wir unsere Koffer, die lustigerweise auf 2 verschiedenen, und einzigen, Laufbändern herumfuhren und gingen zu unserem Fahrer, der in der Halle schon wartete. Mitsamt 3 weiteren Mitfahrern, sollte es Richtung Hotel gehen. Nach 10 Minuten Fahrt klingelte aber das Handy der Fahrers und wir mussten wieder umkehren, denn ein weiterer Fahrgast sollte sich in einer halben Stunde anschließen. Roman und ich haben die Zeit genutzt, um uns ein wenig zu Sonnen. Wenn ihr nun denkt, Afrika = brütend heiß, irrt ihr euch. Wir hatten zwar warmen Sonnenschein, aber je weiter Richtung Hotel wir fuhren, desto frischer wurde es. So um die 19° waren es dann.
Die Okapuka Ranch präsentierte sich recht großflächig und entlegen, aber dafür mit reichlich Wild. Da tummelten sich dann schonmal die Warzenschweine und Gnus oder Antilopen vor dem eigenen Bungalow. Zu einigen Bungalows musste man gefahren werden, so groß ist die Ranch. Aber die Namibier haben ja auch Platz.


Nach dem Mittagessen ging es dann erstmal los in die Berge. Die BMW X5 sind teilweise verstärkt worden, vorallem am Unterboden, da man hier und da schnell aufsetzt. So halten sie die Strapazen besser aus. Trotzdem sehen die Wagen schon recht mitgenommen aus, daher tut es auch nur halb so weh, wenn die spitzen Dornen an der Seite entlang quietschen und kratzen. Nach einer kurzen Einweisung, sind wir weiter hoch in die Berge, vorbei an Affenbanden und Antilopen, hielten wir hier und da um zu fotografieren oder zu filmen.

Dabei haben wir die Ranch nicht verlassen. Diese biete mit ihren 14.000 km² jede Menge zu sehen. Auch Löwen, die wir aber noch nicht zu Gesicht bekommen haben. Wohl erst am letzten Tag, wenn wir wieder dort übernachten. Zum Teil werden die Tiere auch gejagt und im Restaurant verarbeitet. Also nicht die Löwen.
Jedenfalls war die erste Tour schon sehr abenteuerlich und der Staub steckte überall drin. Wenn man Pech hat, wie wir, bekommt man das Schiebedach nicht mehr auf und ein Teil der Elektrik spielt verrückt. Aber man versicherte uns, dass die Wagen geprüft und einwandfrei seien.
Zurück im Hotel haben wir dann ein super leckeres Abendessen bekommen, unteranderem haben wir auch Gemsbock gegessen. Sehr festes Fleisch aber super lecker. Und erst der Nachtisch. Amarula-Creme. Am Ende konnte man mich rollen.
Um zurück in mein Bungalow zu kommen, musste ich erstmal an den Gnus vorbei. Wie gut, dass sie nicht wissen, was da im Restaurant so gegessen wird. Hihi! Der nächste Tag wird super. Es wird Richtung Atlantik gehen und dann auch Offroad in den Dünen! Ich bin sehr gespannt.
