Mone's Model Klatsche

Enjoy, have Fun and Everything will come!

I am Etikett!

Juli14

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Ein kleines hat sich gestern zugetragen, denn es ist unsagbar schwer Bilder von eigenen Shoots, die man in China im Schweisse seines Angesichts gemacht hat, zu erhalten. Man hat aber ja seine Connections überall auf der Welt und wenn diese dann noch so lieb und süß sind, gehen die schonmal extra in einen Laden um ein Bild zu machen:

Ich

Da habt ihrs! :) Die näher an meine Arbeiten in China werde ich wohl nicht kommen. Die kleinen Chinesen stellen sich irgendwie quer, die Bilder rauszurücken. Seufz! Aber ich gebe nicht auf!

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Die Erlösung naht….

Dezember27

Morgen ist es soweit: Ich darf endlich wieder nach Guangzhou. Freude! Endlich, denn ich bin es hier sooo satt. Heute hat man mich doch tatsächlich gefragt, wieso die Kunden mich, obwohl ich so viele Castings mitmache, nie auswählen. Woher, zum Geier, soll ich das wissen? Vielleicht weil alle anderen Models blaue oder grüne Augen haben, die Lippen aufgespritzt sind, genauso wie die Titten?

Ist mir auch wurscht, denn ich will hier sowieso nicht länger bleiben, um zu arbeiten. An einem Ort wie diesem, wo man uns wie Kleiderständer ohne Hirn behandelt, kann man nicht arbeiten wollen. Ständig wird hier einem gesagt, was man wie zu tun hat. Ich bin lange genug Model und vorallem Profi genug, um zu wissen, was gewollt ist und was nicht. Auch wenn das hier ‘Bad-Ass China’ ist und hier die Sonne aufgeht und nicht unter, oder so. Das habe ich denen auch genauso gesagt. Sie haben sich entschuldigt, aber für mich ist das gegessen! :mad:

Als mich die Bookerin dann beim letzten Casting (nach einem 10 Stunden Hin und Her) bat, ich solle doch mal für den Kunden lächeln, habe ich sie nicht einmal mehr eines Blickes gewürdigt. (Sorry, wenn das ein wenig eingebildet klingt). Ich glaube, ich kann noch selbst entscheiden, wann und wie und für wen ich lächel. Ein Kunde, der freundlich zu mir ist, dem schenke ich gern ein Lächeln. Einem Kunden, der mich kaum beachtet und ebenfalls nur wie eine Investition behandelt, dem schenke ich nicht mal ein Augenverdreher. :roll:

Morgen ist der Alptraum endlich vorbei. Toiletten-Sitz, ich komme ;)

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16 Stunden bis Guangzhou…gääähn

Dezember2

Ich liebe fliegen, wirklich, aber nach 3x Flugzeugwechsel, hat auch die hartgesottenste Mone genug! Erst ging es von Hamburg nach Amsterdam. Dort erstmal 4 Stunden Wartezeit mit einem Tross schnatternder Chinesinnen, die nicht still sitzen konnten und somit die Sitzreihe dermaßen durchschüttelten, dass ich fast einen bösen Blick geworfen hätte. Aber da ich es mir mit den Chinesen nicht gleich verscherzen wollte, ohne überhaupt in China gewesen zu sein, hab ich brav mein Buch weitergelesen.

Richtung Peking hatte ich zum Glück eine 3er Sitzreihe für mich alleine und konnte mich so hinlegen. Viel geschlafen hab ich nicht, aber das ist ok! Hatte ich die Nacht vor dem Abflug auch nicht! Zum Glück haben sie nette Filmchen gezeigt und so konnte ich zum 4x Mama Mia sehen und auch endlich wieder WallE ;) Am Pekinger Flughafen war das Wetter schon netter, allerdings war mir so warm vom geschleppe meiner Handluggage, dass ich eine ziemlich rote Birne hatte. Puh!

In Guangzhou hab ich mir direkt alles mögliche ausgezogen :) Dort wurde ich dann auch von meinem chinesischen Booker, Andi, abgeholt, der wirklich ein Netter ist aber ein gewöhnungsbedürftiges Englisch spricht ;) Und er schmatzt ständig, wieso auch immer. Aaaber die Verständigung klappt. Ich habs ja auch schon mit ein bischen Chinesisch versucht, aber hier sprechen die alle Kanto, daher komme ich eigentlich nur mit XieXie (Danke) und Nihao (Hallo) klar. Ich könnte zwar die Sätze sagen, die mit Tingel vor Jahren mal auf Kanto beigebracht hat, aber da wäre ich entweder ziemlich schnell unten durch oder verschleppt und dass wollen wir ja net, gell? ;)

Praktischerweise ist die Agentur im selben Gebäude die das Model-Appartement. Ja, meine Herren, es ist eine Model-WG, mit 3 weiteren Models. Aber bitte jetzt nicht in irgendwelche komischen Fantasien abschweifen, wie Kissenschlacht und knappen Shortys oder sowas. Neee.

Die Mädls hier sind alle soweit bodenständig. 2 Russinnen, die ständig aufeinanderhocken. Zum Glück, sonst hätte ich kein eigenes Zimmer. Und eine nette Brasilianerin, die aussieht wie die kleine Giselle Bündchen, mit der ich mich zusammengetan habe. Die Russinnen schnacken über uns und wir eben auf portugiesisch über sie. ;) Sowas nennt man ausgleichende Gerechtigkeit. Hihi.

Vorhin waren wir ein bisschen einkaufen, allerdings hab ich nur Obst gekauft, da ich vom Angebot etwas überwältigt war. Ich fange erstmal klein an :) Morgen gehts auch direkt zum ersten Casting. Mist, denn da ich 2 Tage nicht geschlafen habe, sehe ich absolut nicht Modelmäßig aus. Seufz! Naja, so what!

Übrigens sind die chinesichen Musikvideos auf MTV verdammt schmalzig ;)

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Verdammt, das soll ich sein?

November20

Morgen besorg ich mir endlich das Visum für China, denn heute habe ich endlich das eTicket erhalten. Am 1.12. um 12 geht es los. Meine Freundin sagte mir, dass ich für das Visum, Passbilder benötige. Also auf zu Photo Dose. Ein richtiger Fotograf/Mensch wird ja wohl bessere Bilder hinbekommen, als ein Automat, oder? Nun ja. Besser schon, aber wer hat eigentlich die Regel aufgestellt, dass Passbilder immer aussehen müssen, als wärst du gerade aus Alcatraz geflohen? Ich glaube, ich habe in meinem Leben nur ein einziges Mal Passbilder gemacht, die irgendwie nett aussahen. Ganz schlimm ist mein Bild im portugiesischen Reisepass.

Da ich an dem Tag, als ich zum Konsulat ging, nicht wusste, daß die Maschine, die die Biometrischen Pässe anfertigt, auch gleichzeitig die Fotos macht, habe ich mich nicht großartig aufgepimpt. Ich hatte meine netten Passbilder ja dabei, ich dachte, mehr brauche ich nicht. Nööö, falsch gedacht. Das Bild sieht aus, als hätte ich mit Ozzy Osborne auf Droge die Nächte durchgemacht. Ich glaube, die lassen mich damit in China gar nicht rein. Wie erklärt man denen auf Chinesisch, dass Passbilder so sein müssen???

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Alter Chinese, wer soll sich das alles merken???

November14

Ich hab während meines Studiums ja schon einiges über die Gepflogenheiten der Chinesen gelernt, aber gestern habe ich mich im Internet ein wenig mehr informiert und auch mit meiner besagten chinesischen Freundin drüber gesprochen.

Was sollte man also alles beachten?

Geschenke niemals vor den Schenkenden öffnen. Diese auch immer mit beiden Händen annehmen, niemals mit einer Hand, das wirke gierig. Der Dame des Hauses keine Blumen, vorallem keine weißen, mitbringen. Das bedeutet, man wünscht derjenigen den Tod. Und schon gar keine Uhren verschenken, denn da wünscht man dem Beschenkten ebenfalls einen schnellen Abgang.

Man sollte Einladungen zum Essen immer annehmen und auch möglichst viel essen. Allerdings darf und sollte man gerne was auf dem Teller liegen lassen. Chinesen essen ja im Allgemeinen viel und zu jeder Gelegenheit und dabei bestellen sie immer so viel, dass es eigentlich für ein ganzes Regiment reicht. Dies wiederum zeugt aber von Wohlstand und Großzügigkeit.

Wird man zu einem Trinkgelage eingeladen, sollte man, wenn man denn Absagen möchte, einen triftigen Grund haben oder eine gute Ausrede, die das Gesicht des Gastgebers wahrt. Z.b.: Man dürfe kein Alkohol trinken, weil man Medikamente einnimmt, die das verbieten!

Schon verrückt! Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ob ich das alles auf die Reihe bekomme. Noch ist alles nicht wirklich Real und noch recht weit weg. Ich hab mich noch um gar nichts gekümmert. Sobald ich die Flugtickets habe, muss ich mir erstmal ein Visum besorgen. Dazu habe ich bereits einige Unterlagen von der Partneragentur in Guangzhou erhalten, die das Ganze beschleunigen sollen. Hoffentlich muss ich auf dem chinesischen Konsulat keine chinesisch Kenntnisse auspacken, denn sonst könnte ich den Flug sicher vergessen ;)

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Der offizielle erste Post, juhuuu!

November12

So, es ist vollbracht. Mein Blog ist auch am Start. Es passiert so viel, das muß ja irgendwo hin. Demnächst geht es z.B. für mich nach Guangzhou, China, zum modeln.

Ich habe absolut keine Ahnung was mich erwartet. Das letzte Mal, daß ich in China war ist Ewig und 3 Tage her, 1998, um genau zu sein. Da hatte ich mit der ganzen modelei noch gar nichts am Hut. Ich war da mit meiner besten Freundin, ihrer Mom, Tante und Schwester. Alle Chinesinnen, daher nicht so gehandicapt wie ich. Gut, heute sieht das etwa anders aus, da ich Sinologie studiert habe, aber in Guangzhou sprechen die Kantonesisch und kein Mandarin. Hm! Wird schwierig, aber egal, zurück zum Text.

1998 wars echt spannend, zumal ein Jahr zuvor HongKong wieder an China gegangen ist, was man damals aber noch nicht wirklich gemerkt hat. Da konnte ich mich durchschlagen. In Shanghai wars dann schon kritischer, aber mit der Dolmetscher-Schaar an meiner Seite war ja alles ‘jutsche’! In guter Erinnerung habe ich den Tag, an dem wir in einem Tempel, mitten in der City, den ganzen Tag eine Zeremonie für die verstorbene Großmutter meiner Freundin abgehalten haben. Das war sehr interessant.

Aber: Das sommerliche, chinesische Klima. Wer schonmal in China war, weiß wovon ich rede. Heiß und extrem Freucht.Wir in einem Tempel, alt, ohne Klimaanlage! Das war schon hart. Total surreal: Zum Essen sind wir mal eben ums Eck, zu McDonalds! Völlig andere Welt! Auf jedenfall ein Erlebniss, welches ich nicht vergesse. Und nun Guangzhou, ganz alleine, 3 Monate! Worauf hab ich mich da nur eingelassen??? Man darf also gespannt sein!

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