November30
Tag 3 in Namibia begann mit einem herrlichen Frühstück mit Blick aufs Meer. Es ging dann aber recht zeitig los, denn wir wollten Delphine gucken gehen. Es war recht Frisch hier am Meer und dazu Neblig, so dass es irgendwie recht heimelig Hamburgisch war.
Auf dem Kahn ‘Olin’ ging es dann Richtung Sandbank, die recht langezogen ins Meer hineinreicht und pro Jahr auch 25 Meter (oder km) wächst. Ich weiß es leider nicht mehr so genau. Jedenfalls war es auf dem Boot recht frisch, aber als 2 große Pelikane direkt ran geflogen kamen, mit einer Flügelspannweite von 1.80m, um Fische abzugreifen, war uns die Kälte auch wurscht. Dazu kamen dann noch einige Möwen angeflogen und man konnte die fast im Flug anfassen.

Ich habe sie Donald und Daisy getauft.

Und den Burschen Harry.
An den Sandbänken tummelten sich dann hunderte von Seelöwen und schrien und kämpfen wild durcheinander. Es klang ein wenig wie eine sehr große Schafsherde, nur lauter.
Schon witzig anzusehen.

Irgendwann gesellten sich auch die Delphine zu uns. Einmal die Tümmler und die hier genannten ‘Da-Da’ Delphine, was ein Scherzname ist, weil die Touris immer ‘DA!!!’ schreien, wenn einer mal auftaucht.
Die waren wirklich toll und sind teilweise in unserer Bugwelle mitgeschwommen. Wenn jetzt noch die Sonne da gewesen wäre, wäre es perfekt gewesen.
Nach diesem tollen Erlebnis, wurden wir am Strand aus dem Boot gehieft, denn man hatte uns wieder ein tolles Pickick aufgebaut und auch die Autos in Reih und Glied hingestellt, für die weiterfahrt. Vorher mussten wir aber noch ganz frische Austern probiereen, die hier anders schmecken, als in Deutschland. Frisches und ganz festes Fleisch, mit Zitronensaft eine Delikatesse. Ich hab als erstes probiert, weil sich keiner so recht trauen wollte. Ich mag die Dinger zwar nicht besonders, aber die waren wirklich gut. Nach dem kurzen Mahl, fuhren wir über den Strand, mit Reifen die nur noch 1 BAR Druck hatten, damit sie mehr Fläche haben und im Sand nicht einsinken, Richtung Dünen. Vorher haben wir aber noch ein paar Seelöwen und ihre Babys fotografiert.

Ich durfte auch mal und es macht richtig Spaß über den losen Sand zu brettern.
Es ist gar nicht so schwer, wie ich dachte. An den Dünen haben wir schon gewettet, wer und wann wohl als erstes stecken bleiben würde. Wir waren es nicht.
An dem Stück, wo der erste steckengeblieben ist, hats bei mir auch kurz gestoppt, aber nach einem kurzen einlegen des Rückwärtsganges und wieder mit Schmackes nach vor, ging das wunderbar.
An einigen Dünen ging es wieder so steil runter, dass wir da ganz vorsichtig im Schrittempo runter fahren mussten. Der BMW hat da zum Glück ein elektronisches Assistenzsystem, so dass das eigentlich kein Problem war.

Einzig das abpassen, um auch wieder die Dünen hochzukommen, benötigte ein wenig Fingerspitzengefühl. Einmal sind wir dermaßen hart aufgekommen vorne, das die ganze Stoßstange eingebeult war und bis heute beim kompletten einschlagen der Räder, laut knascht. Das war heftig und verdammt sandig. Wo ich heute überall Sand drin hatte, mag man gar nicht sagen.
Aber Spaß hats gemacht. Und wie!!! Wenn man Spaß hat, vergeht die Zeit wie im Fluge und schon wurde es wieder Zeit, um Essen zu gehen. Erstmal mussten aber die Reifen wieder aufgefüllt werden, denn sonst hätte es auf den Strassen leicht passieren können, dass das Gummi einfach vom Rad springt.

Auf dem Weg haben wir einige verloren, die aber später am Hotel wieder eingesammelt. Wie gesagt, hier geht keiner verloren.
Wir sind in ein sehr gutes Fischrestaurant auf Stelzen direkt auf dem Meer gegangen. Leider wars schon dunkel, so dass man den Sonnenuntergang über dem Meer nicht mehr sehen konnte. Aber das Essen war großartig. Ich hatte lecker Butterfish, Monkfish und Kingplin. Super gut und zum Nachtisch dann zweierlei Mousse au Chocolat. Mjam!!! Nach dem Essen, habe ich mir in meiner super schicken Wanne ein herrliches Schaumbad gegönnt und bin dann schön schlafen gegangen. Denn morgen erwartet uns wieder ein super spannender Tag. Eigentlich wollten einige um 8 noch schnell ins Meer springen, aber ich glaube, um die Zeit ist mir der Atlantik doch zu kalt. BRRR!