Pazifik im Nebel und die verschwundene Golden Gate Bridge
Gestern Mittag sind wir endlich nach San Francisco aufgebrochen. Ich war total auf den Highway 1 gespannt, denn der Roman erzählte mir, das sei eine der schönsten Strecken direkt am Meer entlang. Der erste Teil der Strecke war auch echt schön. Wir haben an einem kleinen Städtchen direkt am Meer angehalten und es war wirklich schön dort. Aber je weiter nördlich wir kamen, desto grauer wurde es. Anfangs dachten wir, das wäre der Rauch der Feuer, die angeblich noch irgendwo brennen sollten. Aber irgendwann wussten wir, dass das nur Nebel sein konnte. So was hab ich noch nicht erlebt. Den konnte man direkt in Scheiben schneiden. Somit hatte sich die tolle Aussicht aufs Meer also in Nebel aufgelöst. Wortwörtlich! Der war so dicht, da konnte man keine 5 Meter weit sehen.
In San Francisco angekommen war es schon Dunkel und der Nebel war unser ständiger Begleiter. Somit war der erste Eindruck der Stadt kein wirklich guter, denn die Golden Gate Bridge war komplett verschwunden. Selbst als wir 2x drüber gefahren sind, hat man überhaupt nichts gesehen, nicht mal irgendwelche Pfeiler. Total verrückt. Als wir dann völlig übermüdet an unserem Hotel ausgestiegen sind, waren wir ziemlich sicher, dass uns jemand da oben ein wenig verkohlt und uns die Stadt total unsympathisch wäre. Das sollte sich am nächsten Tag aber ändern.
Denn heute begann der Tag mit strahlendem Sonnenschein und das machte uns Hoffnung. Die Stadt selber erstrahlte plötzlich und war so total schön und sympathisch. Die Häuser sind total hübsch und ich glaube, ich könnte mich da schon sehr heimisch fühlen.
Vorallem weil man da ein bisschen von Allem hat. Hier Alcatraz:

Wir sind dann natürlich auch wieder zur Golden Gate Bridge und das war das Ergebnis:



Wenigstens haben wir sie nun ein wenig gesehen und auch beim drüber fahren, tauchte sie ein wenig aus dem Nebel hervor. Total abgefahren war, dass man ständig die Nebelhörner der Schiffe gehört hat. Gesehen haben wir aber keines.
Ein wahnsinns Naturschauspiel. Der Nebel wehte von Meer über die Berge und Fluss direkt rein und hatte aber nur eine bestimmte Höhe, dann war der Himmel wieder komplett frei und blau. Crazy!
Auf dem Rückweg wollten wir wieder den Highway 1 versuchen, aber es sollte einfach nicht sein. Der Nebel zog sich die komplette Küste entlang. Naja, dann eben nächstes Mal. Wir sind dafür von San Francisco bis nach Los Angeles ständig mit offenem Verdeck durch das kalifornische Weingebiet gefahren, denn es war total warm. Ok, mit ein paar kurzfristigen kalten Phasen, in denen ich mich schnell einpacken musste, aber sonst immer herrliche 25-30°! Hach! Morgen wollen wir hier nochmal den Strand austesten und eventuell den Pacific Parc besuchen, der direkt gegenüber liegt. Übermorgen gehts dann auch wieder gen Heimat, was echt schade ist, denn hier könnte ich es noch eine ganze Weile aushalten.











