Ewiges Blau, unendliche Weite, geheimnisvolle Tiefe… So ganz war das beim Segeln auf der Alster nicht, aber das Feeling war schon echt gut. Am Montag bin ich nämlich das erste Mal segeln gewesen, denn mein Schätzelein hat einen Segelschein. HA, das reimt sich sogar! An sich mag ich Bootsfahrten ja ganz gerne, mein Problem aber: Ich werd fürchterlich seekrank. Keine Ahnung wieso, früher war das nicht so, aber seit ca. 2 Jahren kann ich das einfach nicht mehr ohne die Befürchtung nach kurzer Zeit rückwärts essen zu müssen. Nicht schön, sag ich euch.
Vor allem nicht wenn man einen Tauchschein hat und vom Boot tauchen will. Witzigerweise wird mir aber nur schlecht, wenn das Boot seicht daher plätschert. Bei vollem Seegang, am besten noch mit rauhen Wellen und weißer Gischt, ist alles jut. Ich bin eben doch ein alter Seebär.
Wie dem auch sei. Auch am Montag hatte ich ein wenig Bedenken, was meine Seetüchtigkeit anging, aber ich wollte es versuchen. Spontan sind wir also an den Bootsanleger an der Aussenalster gegangen und haben uns zu 5. ein Segelboot ausgeliehen.

Was soll ich sagen? Das Wetter war bombastisch und der Wind pfiff uns herrlich frisch um die Ohren. Es war klasse und hat uns allen super viel Spaß gemacht. Unser Käpt’n hat das souverän gemeistert und wir sind nun offiziell seine Crew. Naja gut, wir Mädls haben es uns vorn am Bug gutgehen lassen und die Jungs mal machen lassen.
Ich schätze mal, das wird nicht der letzte Törn gewesen sein und wer weiß, vielleicht verlagern wir das Ganze ja mal in die Karibik, wie richtige Piraten, nech?

