BYE BYE PANDA – LIEBLINGS CHINA RESTAURANT MACHT ZU

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    Letzte Woche hat das Chinarestaurant Panda endgültig seine Pforten geschlossen. Schon lange war das der Plan und jetzt hat es letztendlich geklappt. Um unserem Stamm-Chinesen die letzte Ehre zu erweisen und weil ich irgendwie auch schon zur Familie gehöre, haben wir noch eine Abschiedsfeier geschmissen. Ein wenig Wehmütig waren wir alle schon, haben wir doch zahlreiche tolle Abende dort verbracht.

    Nicht nur an Weihnachten oder Halloween, auch wurde es zur Tradition, Silvester dort zu feiern. Ich sagte immer, dass Aufgrund der Feuerwerk-Leidenschaft der Chinesen, die Strasse vor dem Panda die schmutzigste von ganz Harburg sei. Meistens hatte ich auch recht, denn der Tisch war immer haufenweise voller Böller und Feuerwerkskörper. Teilweise stand man noch um 2h morgens da, um die letzten Knallfrösche loszuwerden.

    Und wenn es nicht die Böller waren, war es die Karaoke-Anlage, die uns nicht vor dem Morgengrauen nach Hause entließ. So manch einer verließ das Restaurant nur noch krächzend. Eine Ära ist zu Ende gegangen, ein Teil unserer Vergangenheit die uns immer in besonderer Erinnerung bleiben wird. Tingels Vater geht endlich in den verdienten Ruhestand, auch wenn er es eigentlich nie ganz sein lassen kann. Nur ist es natürlich schöner für die eigene Familie zu kochen, als für Fremde. Die freut sich natürlich immer und Herr Tong würde auch nicht vollständig sein, wenn er nicht irgendwie hinter seinen Töpfen seiner Leidenschaft, dem Kochen, nachgehen könnte.

    Frau Tong will sich noch nicht ganz zur Ruhe setzen. Sie wird im Juni einen neuen Job antreten, der ihr geregelte Arbeitszeiten bringt so dass sie richtig Feierabend und ein Wochenende haben wird. Jetzt kann sie endlich mal mit ihren Töchtern entspannt essen oder ins Kino gehen und muss nicht tagtäglich mehr als 10 Stunden hinterm Tresen stehen. Die Abschiedsfeier war auch dazu da, die Restbestände an Alkohol und anderen Getränken zu vernichten. Wir haben es nicht alles geschafft, aber einige haben sich noch etwas mit nach Hause genommen. Unter anderem auch Teller und Gläser. Musste ja alles raus. So haben zwei Freunde schlauerweise jede Menge Geschirr mitgenommen, welches dann bei einem Polterabend dran glauben musste.

    So eine Restaurantaufgabe beinhaltet am Ende trotzdem noch jede Menge Arbeit, denn vieles muss gereinigt, geputzt und weggeworfen werden. Wir sind sehr gespannt, wer der Nachfolger sein wird. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedeten wir uns ein letztes Mal nach einer sehr gelungenen Abschiedsfeier vom Panda und wünschen den Tong’s eine glückliche und geruhsame Zukunft. Wer noch ein wenig mehr zur Entstehung des Panda und der Geschichte der Tongs erfahren möchte, kann hier einen ganz tollen Artikel im Abendblatt lesen. Auch wenn der Autor ein bisschen fies bezüglich der nicht Weiterführung des Restaurants durch die Töchter war, ist es ein sehr schöner Artikel geworden.

    Hiermit möchte ich mich auch nochmals für die tollen Abende und Zeit bedanken! Es war großartig!!!